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Windkanal am Rosenstein

In der Mittagszeit fuhr ich kurz hinauf auf den Rosenstein und begab mich zu den Höhlen
“Große Scheuer” und “Haus”, um dort routinemäßig nach dem Rechten zu sehen.

In der Scheuer hingen ein paar Eiszapfen, nicht die schon beobachtete maximale Menge, 
doch immerhin. Lausig kalt wars, weil der -4° kalte Wind durch die drei Eingänge der 
tunnelartigen Höhle pfiff.  Ich machte ein paar Fotos, bevor ich in dem Windkanal bis auf
die Knochen abgekühlt war.

Der mittlere Eingang der Großen Scheuer

Daher ging ich weiter zum ”Haus”, wo es deutlich gemütlicher zuging. Eisformationen 
hatte es hier fast keine. Ich huschte leise durch die Höhle und suchte die Decke nach 
Wintergästen ab. Drei Fledermäuse erspähte ich, zwei davon friedlich schlummernd 
und die Dritte flatterte ganz hinten unter der Decke herum. Ich nehme an, dass es sich 
bei allen dreien um Große Mausohren handelte. 
Um die Flattermänner nicht zu behelligen, machte ich nur ganz am Eingang ein paar Fotos und zog mich wieder zurück.

Fotosession in der Höhle “Haus”

Mittagessen auf dem Waldfest bei der Albvereinshütte auf dem Rosenstein und als die akustische Umweltbelastung durch das Gedudel der Musiker überhand nahm, flüchtete ich in den Untergrund. Genau gesagt, steuerte ich die Höhle “Haus” an. Nach dem vorsichtigen Aufstieg über den vom Regen aufgeweichten und sehr rutschigen Pfad zum Eingang, baute ich in der Höhle das Fotostativ auf und machte mich ans Werk.

Ich machte zahlreiche Langzeitbelichtungen mit dem natürlichen Tageslicht, das durch den Eingang einfiel. Die Ergebnisse gerieten gut, obwohl der Weißabgleich ziemlich knifflig war wegen des durch das Laub der Bäume gefilterten bzw. von den moosgrünen Wänden reflektierten und deshalb stark grünlichen Lichts.

Außerdem nahm ich mehrere Belichtungsreihen vom Blick durch den Eingang ins Freie auf. Diese sollen später zu DRI– bzw. HDRI–Bildern vereinigt werden. Um den hohen Dynamikumfang zwischen dem dunklen Erdinneren und der taghellen Außenwelt zu bewältigen, waren Belichtungszeiten zwischen 8 Sekunden und 1/500 Sekunde notwendig bei Blende 8 und ISO 100/21. Leider wurden die am längsten belichteten Teilbilder durch Streulicht bzw. Reflexionen im Objektiv mehr oder weniger verdorben. Eine große Schwäche des Olympus ZD 14-45! Einen Teil der Fotos konnte ich gleich wieder löschen. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob sich mit dem Rest etwas anfangen lässt.

Lichtspiele am Scheuelberg

Am Sonntag stapfte ich, in der ungewohnten Wärme, hoch auf den Scheuelberg, wo ich die Fastnachtshöhle besuchte. Das Sonnenlicht flutete hell zum Eingang herein, so dass man nach ein paar Minuten Wartezeit, fast das ganze Loch ohne Lampe befahren konnte.

Die Lichtverhältnisse boten an, Fotos vom Inneren der Höhle Richtung Eingang aufzunehmen. Der immens hohe Kontrast zwischen den im prallen Sonnenlicht liegenden Bereichen und den Zonen in der Dunkelheit von Mutter Erde sollte mit DRI bzw. HDRI bewältigt werden. Ich machte also mehrere Belichtungsreihen mit jeweils bis zu elf Fotos. Die Verschlusszeiten-Spanne betrug 2 s bis 1/500 s.

Zuhause habe ich mich erst einmal an einem HDRI-Bild versucht. Dazu setzte ich die pfstools ein. Die Resultate waren komplett “grottig” und das nicht nur deswegen, weil die Fotos in einer Höhle aufgenommen wurden! Die Kontraste stimmten nicht und die Farben nach dem Tonemapping waren, gelinde gesagt, psychedelisch.

Ich habe stattdessen ein “klassisches” DRI nach diesem Tutorial angefertigt. Obwohl ich das Bild nur schnell in GIMP zusammen geklickt habe und es auch noch nicht komplett ausgearbeitet ist (z.B. der dunkle Rand im Laub unter dem Eingang muss noch weg), gefällt mir das Ergebnis schon ziemlich gut. Es wirkt auf jeden Fall nicht so gekünstelt wie viele HDRI-Bilder.

DRI-Foto in der Fastnachtshöhle

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