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Archiv der Kategorie Geologie
Artikel über die Tischhöhle
04.10.2008 von roger.
Vor einigen Wochen erschien mein Bericht über die Tischhöhle bei Lorch in den “Beiträgen zur Höhlen- und Karstkunde in Südwestdeutschland” in gedruckter Form. Um den Leserkreis noch etwas zu vergrößern, habe ich den Artikel in leicht abgewandelter Form zusätzlich online gestellt: Die Tischhöhle bei Lorch. Ich hoffe, er ist den Freunden der Sandsteinhöhlen hilfreich!
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Wasser in die Unterwelt
06.01.2008 von roger.
In der Mittagszeit war ich bei Regen und Kälte auf der Alb unterwegs. Ich hatte nur die Fotoausrüstung dabei, um ein paar Bilder von der Landschaft im Nebel zu machen. Dabei fand ich auf einer Wiese, die normalerweise trocken ist, ein munter plätscherndes Bächlein, das nach ein paar Hundert Metern in einem Ponor versickerte. Diese Schluckstelle war mir bis dato noch nicht bekannt.
Es flossen hier ca. 5 Liter Wasser in der Sekunde in die Unterwelt. Ich werde diese Stelle im Auge behalten!
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Steine und Eis in der Teufelsklinge
23.12.2007 von roger.
Bei Sonnenaufgang und “molligen” -8°C stieg ich von unten durch das Bett des Tumbachs hinauf zum Fuß des Wasserfalls in der Teufelsklinge. Primär ging es mir darum, ein paar Fotos von den großen Eisformationen zu machen, mit welchen die dunkle Schlucht von der Kälte verzaubert worden war.
Unterwegs pickte ich in den Steinbrocken im Bachbett ein paar Fossilien auf. Bei einem Stück handelt es sich um einen ca. 7 cm großen Idoceras, der ganz sicher vom Wasser aus den Oxford-Kalken hinab an seinen Fundort in den Oxford-Mergeln geschwemmt worden ist.
Das andere Fundstück ist ein Taramelliceras von 3,5 cm Durchmesser. Das Gesteinsstück, in das er eingebettet ist, ist deutlich mergeliger als das seines o.g. “Kumpels”. Ich tippe darauf, dass er aus dem oberen Oxford-Mergel stammt.
Ansonsten fiel mir in der Wasserfall-Wand eine saigere Kluft auf, die beim Durchdringen einer Mergelfuge um rund 10 cm horizontal versprungen ist. An der östlichen Seite der Wand sieht es so aus, als ob die Gesteine entlang einer Störung geschleppt worden sind. Das muss man sich aber ohne Eisüberzug im Sommer nochmals genauer anschauen.
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Der Teufel tobt im Bröller
11.11.2007 von roger.
In der Mittagszeit besuchten Michael und ich im eiskalten Regen die Teufelsklinge. Schon auf dem schmalen Pfad hinüber in die Schlucht war das Tosen des Wassers deutlich zu vernehmen. Über die Felswand stürzte ein stattlicher Wasserfall 20 m in die Tiefe. Auf dem Absatz vor dem Eingang des Teufelsklingenbröllers angekommen, schätzten wir die Schüttung des Höhlenbachs auf ca. 100 l/s. Obwohl dieser Pegel noch deutlich unter dem höchsten von mir jemals beobachteten Wasserstand lag, machte der Wasserfall einen anständigen Radau, so dass wir uns nur noch schreiend unterhalten konnten. Nach der Sage tobt der Teufel in seinem unterirdischen Gefängnis und bringt das Wasser schäumend und tosend zum Überlaufen. Offenbar gingen die Höhlenforscher, die letzte Woche fast 900 m weit in den Berg vorstoßen konnten, dem Herrn der Finsternis etwas zu sehr auf den Sack! Es ist aber schon beeindruckend, wie heftig der Bröller auf den gestern früh einsetzenden Schneefall und den nachfolgenden Regen angesprochen hat. Auch aus der Quelle rechts in wenigen Metern Höhe schoss ein kräftiger Wasserstrahl, wohingegen die Kalktuffnase rechts von der Höhle fast trocken war.
Der Weg führte uns weiter zum Parkplatz am Stock, wo wir durch den Schneematsch zu dem altbekannten Ponor im Wald “Schorren” stapften. Das Schluckloch nahm ein kleines Bächlein von ca. 3-4 l/s auf. Richtig interessant wurde es, als wir eine weitere, bislang unbekannte Schluckstelle im Wald aufstöberten! Durch alte Traktorspuren plätscherte ein Bächle mit einer Schüttung von etwa 1 l/s, das in einer Senke zusammenfloss und versickerte. Ich hatte mein GPS nicht dabei, daher wurden die UTM-Koordinaten dieses neuen Objekts erst nachträglich aus der Karte abgegriffen. Sie lauten …
Die spannende Frage ist für mich, wie aus dem Bröller 20mal mehr Wasser herausfließen kann, als in den beiden Schlucklöchern zusammen versickert. Weiter hinten im Wald gibt es noch einen weiteren Ponor, der aber auch nicht viel Wasser abführt. Offenbar greift der Teufelsklingenbröller sein Wasser über ein größeres Einzugsgebiet mit vielen kleinen bzw. diffusen Sickerstellen ab.
Noch ein paar Fotos und wir waren froh, wieder im angenehm temperierten Auto zu sitzen!
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Tag des Geotops an der Teufelsklinge
16.09.2007 von roger.
Am Vormittag um zehn Uhr begann die vom Naturkundeverein Schwäbisch Gmünd im Zusammenhang mit dem “`Tag des Geotops”‘ organisierte geologische Wanderung auf die Alb. Dadurch, dass das Ereignis zuvor in der Presse gebührend angekündigt worden war, fanden sich beinahe 100 Teilnehmer am Startpunkt, dem Parkplatz bei der Teufelsklinge, ein.
Die überraschend große Teilnehmerzahl forderte insofern ihren Tribut, als dass wir uns an der Teufelsklinge aus Platz- und Sicherheitsgründen in drei Gruppen aufteilen mussten, was Wartezeit bedeutete. Herr Mayer gab Ausführungen zur Geologie, Rudi stellte die Ausrüstung der Höhlenforscher vor und gab einen kurzen Abriss zu den früheren Forschungen. Ich berichtete, wie es in den mir bekannten Räumen der Höhle aussieht und stellte den Höhlenplan vor. Unsere Gäste waren wissbegierig, so dass anschließend noch einige Frage gestellt und beantwortet wurden.
Nach diesem Höhepunkt der Wanderung, ging es stracks bergan und weiter zum Griesbrunnen. Unterwegs machten wir die Teilnehmer auf den Übergang vom Malm in die tertiären Feuersteinlehme aufmerksam. An dem Wurzelballen eines umgestürzten Baumes wurde ein Einblick in den Aufbau der oberen Schichten des Erdreichs gegeben und erklärt, was es mit den Kieselknollen auf sich hat.
Neben der Erdgeschichte sollte auch die menschliche Historie nicht zu kurz kommen, weshalb wir zunächst einen interessanten, alten Grenzstein im Dickicht ansteuerten. Am Bargauer Kreuz schauten wir uns die Fortifikationen aus der Zeit des spanischen Erbfolgekrieges an, dessen historische Rahmenbedingungen von Herrn Mayer erläutert wurden.
Wir gingen weiter Richtung Himmelreich, wo wir uns in eine Gruppe teilten, die hoffte, im Naturfreundehaus noch Essbares zu ergattern und in eine Gruppe, die gemütlich zu Tale und zurück zu den Fahrzeugen wanderte. Kurz nach 14 Uhr überschritt ich die heimatliche Türschwelle, zufrieden mit dem Tag.
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Geologische Betrachtungen in der Teufelsklinge
01.09.2007 von roger.
Am Samstag Nachmittag machte sich eine kleine, muntere Mann- und Frauschaft, bestehend aus Leuten vom Naturkundeverein, den Naturfreunden sowie Höfos und Zaungästen auf, um eine geologische Exkursion vorzubereiten.
An der Teufelsklinge wurden einige erste, wissenschaftlichen Ansprüchen sicher (noch!) nicht genügende Messungen durchgeführt. Mit einem kleinen Entfernungsmesser wurde die Höhe der Felswand über dem Mundloch des Bröllers mit 21 m ermittelt. Prinzipbedingt wurde leicht schräg gemessen, das heißt also, dass die Mächtigkeit der Schichten bis zur Geländeoberkante etwas geringer ist. Da die Oxford-Kimmeridge-Grenze sehr wahrscheinlich mit der GOK zusammen fällt und die Oxford-Kalke auf der Ostalb ziemlich konstant 22 m mächtig sind, kann man schon sicher sein, dass der Teufelsklingenbröller vollständig in den Oxford-Kalken verläuft. Ein Artikel von Petersen & Quoss (1992), der die Höhle teilweise in den kalkigen Schichten der Oxford-Mergel verortet, kann somit höchstwahrscheinlich widerlegt werden. Wir werden wiederkommen und am Seil in der Felswand hängend Jagd auf die Fucoiden und den Idoceras machen!
Wir stiegen sodann zur Hochfläche auf und querten nach Westen, bis wir in die kräftig überwucherte Klinge des Griesbrunnens absteigen konnten. Die stark verstürzte Quelle schüttete schätzungsweise 2 l/s. Ich komme zwar nur selten hier her, kann mich aber nicht erinnern, jemals eine wesentlich größere oder geringere Schüttung beobachtet zu haben.
Hier sonderten Regine und ich uns ab und kehrten nach Hause zurück, während die anderen noch zum Bargauer Horn weiter wanderten und verschiedene Phänomene der Erdkruste bewunderten.
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