Archiv der Kategorie Höhlentouren

Verstürze und Beton

Nach den ernsthaften Forschungstouren der vergangenen Wochen brechen wir diesmal zu einer unverschämtermaßen rein touristischen Höhlenfahrt auf: Irene, Ines, ihr Bruder Ingmar und ich. Um 11 Uhr flitzen wir nach Steinheim, zur Schreiberhöhle. Den Rest des Eintrags lesen »

Loch im Sandstein

In einer Liste der Geotope im Rems-Murr-Kreis fand ich den Hinweis auf eine weitere Höhle im Stubensandstein, die im Höhlenkataster Südwestdeutschland noch nicht erfasst ist. Natürlich musste ich da hin! Den Rest des Eintrags lesen »

Sau(klingen)höhle!

Heute um die Mittagszeit waren Rudi und ich in der Gegend um Alfdorf unterwegs, um die zwei Wochen zuvor aufgestöberte Sauklingenhöhle zu vermessen. Den Rest des Eintrags lesen »

Was vom Eisrohre übrig blieb

Am Vormittag begab ich mich auf den Wiesen um Treffelhausen ohne Höhlenmaterial, dafür mit optischem Glas ausgestattet auf die Pirsch nach Greifvögeln. Nachdem es mir sogar geglückt war, einen Turmfalken beim Vespern einer Maus abzulichten, beschloss ich, abschließend kurz bei der Eisrohrhöhle vorbeizuschauen. Dieser Karsthohlraum ist einst von der Arge Grabenstetten auf immerhin 144 m Länge erforscht worden. In den letzten 20 Jahren hatte ich deshalb in großen Abständen immer wieder die Höhle aufgesucht. Leider war jedesmal der Wasserstand hoch und der 1. Siphon geschlossen.

Um den Siphon brauche ich mir keine Gedanken mehr zu machen: Die Ortsbesichtigung ergab, dass nun der ganze Eingang unter abgestürzten Baumstämmen und Hangschutt begraben ruht. Ohne Räumungsaktion geht hier nichts mehr!

Kurzsichtig im Dogger

Manchmal ist Kurzsichtigkeit gar nicht so schlecht. Dann zum Beispiel, wenn man mit dem Auge so nah an die topografische Karte heran gehen kann, dass ohne optische Hilfsmittel der winzige Schriftzug “Grotte” zu entdecken ist. So zu finden auf der Ausgabe 1977 von Blatt 7224 Schwäbisch Gmünd-Süd. Den Rest des Eintrags lesen »

Düstere Ecken im Kataster

Für einen Höfo ist es Selbstzweck, Licht ins Dunkel zu bringen. Manchmal beschränkt sich das nicht auf den Karst, sondern bisweilen gilt es auch besonders düstere Ecken des Höhlenkatasters zu durchleuchten. Die Scheuelberg-Südhanghöhlen 1-5 auf Kartenblatt Heubach sind solche Fälle. Den Rest des Eintrags lesen »

Bei den Fledermäusen

 Am Vormittag wanderte ich bei frostigem, aber sonnigen Wetter auf den …berg hinauf. Ich wollte einfach nur nach dem Rechten sehen. Es sah beeindruckend aus, wie der scharfe Wind die Wolken über den Rücken des …bergs drückte. 

Bald war ich bei der …höhle angelangt. Den Rest des Eintrags lesen »

Windkanal am Rosenstein

In der Mittagszeit fuhr ich kurz hinauf auf den Rosenstein und begab mich zu den Höhlen
“Große Scheuer” und “Haus”, um dort routinemäßig nach dem Rechten zu sehen.

In der Scheuer hingen ein paar Eiszapfen, nicht die schon beobachtete maximale Menge, 
doch immerhin. Lausig kalt wars, weil der -4° kalte Wind durch die drei Eingänge der 
tunnelartigen Höhle pfiff.  Ich machte ein paar Fotos, bevor ich in dem Windkanal bis auf
die Knochen abgekühlt war.

Der mittlere Eingang der Großen Scheuer

Daher ging ich weiter zum ”Haus”, wo es deutlich gemütlicher zuging. Eisformationen 
hatte es hier fast keine. Ich huschte leise durch die Höhle und suchte die Decke nach 
Wintergästen ab. Drei Fledermäuse erspähte ich, zwei davon friedlich schlummernd 
und die Dritte flatterte ganz hinten unter der Decke herum. Ich nehme an, dass es sich 
bei allen dreien um Große Mausohren handelte. 
Um die Flattermänner nicht zu behelligen, machte ich nur ganz am Eingang ein paar Fotos und zog mich wieder zurück.

Irrlichter im Wald

Um eine Zeit, zu der rechtschaffene Bürger im Feinripp-Unterhemd vor dem Fernseher ihr verdientes drittes Feierabendbier aus der Dose genießen, spielen sich in den tiefen Wäldern … unheimliche Szenen ab. Bläuliche Lichter tanzen zwischen den nachtschwarzen Bäumen. Raunende Schatten huschen durchs Unterholz. Die Tierwelt hält gespannt den Atem an. Zwei charmante Hexen und ein Wurzelsepp bahnen sich den Weg zackig bergan.

Im Lichte der Stirnlampen wird nach kurzer Suche im Boden des Waldes der Eingang der …höhle lokalisiert. Irene rutscht am Handseil rasch in die düstere Tiefe und auch unsere “`Newcomerin”‘ Ines flutscht geschmeidig durch den engen Einstieg abwärts. Auch ich komme unten an, ohne eine schlechte Figur abzugeben.

Von unserer “`Landestelle”‘ aus folgen wir dem Gang nach links, krabbeln durch den Versturz und betreten die “`Tennishalle”‘. Offiziell hat sie keinen Namen, doch diese Bezeichnung charakterisiert den Raum ganz gut. Für einen Tennisplatz würde die Halle spielend ausreichen. Waagrecht überspannt die Decke den mehrere Meter hohen Saal. An einer Ecke hängt ein langer Wurzelstrang herab. Man kann an der Decke wunderbar das Linienmuster der Klüfte erkennen, an denen sich durch die erhöhte Wasserwegsamkeit verstärkt Sinterformen gebildet haben. In einer Ecke haben sich schöne, weiße Sintervorhänge abgesetzt. Leider hat das einen besonders intelligenten Zeitgenossen nicht daran gehindert, den Abdruck seiner dreckigen Hand auf dem weißen Tropfstein zu hinterlassen.

Weiße Wand

Ein ausgiebiges Fotoshooting folgt. Die Halle gibt schließlich genügend Motive her!

Kleiner Mensch - große Halle

Danach geht es zurück in den Gang und weiter auf die andere Seite in die “`Kathedrale”‘. Hoch wölbt sich die Halle über einem gigantischen Versturzkegel. Wir erkunden alle Ritzen und Winkel, doch leider sehen wir keine realistische und nicht lebensmüde Chance, an dieser Stelle weiter ins dunkle Herz des Berges vorzudringen. In dem Verbindungsgang zwischen den beiden Hallen gibt es noch einen kleinen Seitengang, der schöne Tropfsteine aufweist. Dieser Gang stellt den so ziemlich einzigen Abschnitt der Höhle dar, in dem man noch die Arbeit des fließenden Wassers erkennen kann. In den übrigen Räumen überwiegt die Wirkung der Inkasion.

Makkaroni gibt es…

Auch hier und in der hohen Halle werden einige Photonen auf dem lichtempfindlichen Silizium aufgefangen und in die Speicherkarte gezwängt. Doch allmählich macht sich die Müdigkeit bemerkbar und so hangeln wir uns nacheinander am Seil über den schmierigen Erdkegel zum Eingang hinauf. Guter Dinge wegen des gelungenen Naturerlebnisses wandern wir durch die noch erstaunlich warme Nacht im Lampenlicht zu Tal. Kurz vor Mitternacht sind alle Höhlengeister wieder zurück in ihren heimatlichen Schlafplätzen.

…und auch viele Steine!

Schlupf am Scheuelberg

Bei prächtigstem Herbstwetter stiegen Irene und ich am Vormittag den Scheuelberg hinauf, um einer der wenigen noch nicht vermessenen Höhlen auf die Pelle zu rücken. Ziel war die Schlupfhöhle unter der Jakobshöhle.

Bei der Einfahrt stellte ich fest, dass der gerade mal 20 cm hohe Eingang zweifellos in den letzten 20 Jahren kleiner geworden sein musste. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass mein Hintern beim Robben an der Decke streifte.  Zum Glück wird es innen gleich etwas höher, so dass man den Kopf so weit vom Boden abheben kann, dass man nicht mehr den staubtrockenen Humus einatmen musste. Ja, es war sogar möglich, das liebevoll “S’Kischdle” genannte Transportbehältnis für die Fotoausrüstung zu öffnen und die Umgebung abzulichten.

Nach der flachen, jedoch breiten Eingangskammer, galt es, sich nun auf der Seite liegend um eine Kurve herum durch ein Schlüssellochprofil zu zwängen. Ging ganz gut und erfreulicherweise wurde der Gang etwas größer, als ich es in Erinnerung hatte. Es geht noch ein Stück weit schräg aufwärts, dann knickt der Gang nach links ab. Noch ca. drei Meter weiter wurde der Spaß zu eng. Das Ende der Höhle war erreicht.

Wir krabbelten wieder hinaus und tauschten die Fotoausrüstung gegen das Vermessungsmaterial. Die Vermessung auf engstem Raum war auch noch ganz lustig, doch schließlich war das Werk gebracht und der Hohlraum zeichnerisch zu Papier gebracht.

Schlupfhöhle: Genau richtig für Zwergpygmäen!

Draußen konnte es eine Familie mit kleinen Kindern gar nicht fassen, dass wir in dieses enge Loch gekrabbelt waren!