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Man spricht Deutsch

Vor kurzem habe ich die grafische Oberfläche des Vermessungsprogramms Therion fast komplett auf Deutsch übersetzt. Einer der Programmautoren hat den Eingang meiner Änderung inzwischen bestätigt. Man kann davon ausgehen, dass eine der kommenden (Entwickler-) Versionen schon bald mit dem Anwender auf Wunsch deutsch “reden” wird.

Mehr Klarheit über Therion

In meiner vorigen Notiz habe ich darüber geschrieben, dass in Therion bestimmte Symbole nicht aus der Zeichnung in den fertigen Höhlenplan übernommen werden. Ein paar weitere Spielereien mit dem Programm sowie die Korrespondenz mit einem der Autoren haben ergeben, dass es sich wohl doch nicht um einen Fehler der Software handelt - zumindest nicht direkt.

Bei der fraglichen Höhle, die ich in einem Plan darstellen wollte, handelt es sich im Wesentlichen um ein Felsdach, das um einen Felsen herum geht. Die beiden Enden des Abris sind durch einen Höhlengang verbunden, der direkt den Felsen durchquert. Aufgrund dieser besonderen Form kann Therion nicht erkennen, was innerhalb und was außerhalb der Höhle liegt. Dadurch blendet es die Elemente aus, die seiner Ansicht nur im Innern liegen dürfen. Zum Glück kann man dieses automatische Verhalten mit der Option -clip off von Hand übersteuern. Dieses Argument jedoch für alle irrtümlich ausgeblendeten Elemente händisch nachzutragen, entbehrt nicht eines gewissen Aufwands. Der Algorithmus, der für die Erkennung von Innen und Außen verantwortlich ist, ist zweifellos verbesserungswürdig. Insgesamt halte ich Therion bislang jedoch für ein cleveres Stück Software, das es ermöglicht, Höhlenpläne komplett am Rechner zu zeichnen. Adé, ihr ständig verstopften und kleckernden Tuschestifte!

Experimente mit Therion

Ich habe ein wenig mit dem Snapshot 20070125 (und zuvor mit einigen früheren Versionen) des interessanten Vermessungsprogramms Therion experimentiert. Als “Spielwiese” diente mir ein PC mit Debian Etch. Das Kommandozeilenprogramm therion sowie der grafische Editor xtherion ließen sich sofort und ohne Probleme compilieren.

Hartnäckiger war der recht neue 3D-Viewer “loch”, der auf das visualization toolkit (vtk) aufsetzt. Nach einigen Experimenten wurde klar, dass die vorgefertigten vtk-Pakete für Debian Linux schlicht und einfach kaputt sind. Ich habe sie deinstalliert und mir stattdessen den Quellcode von vtk heruntergeladen und diesen selbst compiliert. Tipp: In dem Menü von cmake auswählen, dass man vtk als statisches Binary bauen möchte. Und siehe da: Nun konnte der Compiler auch den Code von loch anstandslos verdauen.

Loch ist ein ziemlich flotter 3D-Betrachter für Vermessungsdaten. Selbst Lechuguilla Cave lässt sich als schönes räumliches Modell auf den Bildschirm holen und ohne allzu schlimmes Geruckel drehen, zoomen usw.

Aus einem derzeit noch nicht nachvollziehbaren Grund funktioniert jedoch die Übernahme von bestimmten Symbolen (etwa dem für Boden- oder Deckenstufen) aus dem Map Editor von xtherion in das fertige PDF-Dokument nicht mehr.

Dafür ist in der Entwicklerversion bereits die von mir verfasste deutsche Übersetzung der Ressourcendatei enthalten. Es ist anzunehmen, dass man mit der nächsten stabilen Version von Therion dann auch als “normaler” Anwender in Deutsch beschriftete Höhlenpläne erzeugen können wird.

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